E-Klavier, E-Piano, elektronisches Klavier – was steckt dahinter?

Die Kurzbezeichnung E-Klavier steht für elektronisches Klavier.

Derzeit gibt es viele Begriffe, die für neuere elektronische Varianten des Klavieres stehen – aber im Prinzip alle das gleiche meinen: E-Klavier, elektronisches Klavier, E-Piano, Digitalpiano, Piano Keyboard …

Das „E“ (als Abkürzung für elektronisch) ist somit vor allem als Abgrenzung zu den traditionellen akustischen Klavieren und Flügeln zu sehen.

Im folgenden Artikel werden die wichtigesten Unterschiede eines elektronischen Klavieres zu einem akustischen Klavier übersichtlich dargestellt.

Was ist grundlegend anders beim „E-Klavier“?

Wesentlicher Unterschied beim E-Klavier: die Klangerzeugung

E-Klavier Piano Sample
Waveform, die einen Piano-Ton optisch darstellt

Bei einem akustischen Klavier werden die Töne durch das „Schlagen“ von kleinen Hämmern auf Saiten, die dann Schwingen, erzeugt.

Die sogenannte Hammermechanik ist eine komplexe Konstruktion aus Filz-Hämmern, die durch durch das Drücken von Klaviertasten ind Bewegung gesetzt werden. Der ganze Korpus eines Klaviers oder Flügels dient als Resonanzraum.

Im Gegensatz dazu wird bei einem elektronischen Klavier durch den Tastendruck ein bereits aufgenommener Klavierklang „abgerufen“. Auch das ist ein sehr komplexer Prozess. Um den Klang authentisch zu simulieren müssen Details wie Anschlagsstärke und – geschwindigkeit rasent schnell analysiert werden, um dann den passenden Klang der Taste erklingen zu lassen.

Dabei stammt der Klavierklang in der Regel von einem hervorragenden und hochwertigem Konzertflügel oder Klavier. In einem aufwendigen Verfahren wird das Instrument in unzähligen Spielweisen und Anschlagsstärken gesampelt („aufgenommen“). Durch spezielle elektronische Algorithmen ertönt dann der richtige Klang zum entsprechenden Tastendruck. Zur Stereo-Wiedergabe dienen 2 integrierte Lautsprecher oder Wahlweise Kopfhörer.

Auch anders: die Tastatur

Eng in Zusammenhang mt der Tonerzeugung bei akustischen durch eine Hammermechanik steht auch das Spielgefühl der Tastatur.

Viele Faktoren sind für ein authentisches Verhalten der Tastatur wichtig:

  • ein ganz spezieller Druckpunkt
  • das Zurückschnellen um Tonwiederholungen (Repetitionen) zu erzeugen
  • die schwerere Gewichtung der tiefen Töne im Vergleich zu den hohen u.v.m

Da bei einem E-Klavier, also elektronischem Klavier, die mechanische Funktion ohne Hämmer, Saitenanschlagen und Dämpfung eine völlig andere ist, müssen die benannten Punkte „künstlich“ nachgeahmt werden.

Auch auf diesem Gebiet sind in den letzten Jahren viele technische Neuerungen entstanden. So gibt es inzwischen ganz hervorragende Tastaturen mit sogenannter (simulierter) Hammermechanik.

Total verschieden: die vielen Zusatzfunktionen

Ein E-Klavier ist also der Versuch, ein 2echtes“ Klavier bzw. einen „echten“ Flügel zu immitieren.

Dennoch gibt es eine Menge an Funktionen, die die traditionellen Vorbilder nicht aufweisen. Oftmals sind es neben Preis, Wartungsarmut und Platzbedarf gerade diese Merkmale, die zur Kaufentscheidung führen:

  • Kopfhörer-Anschluss für das „stille“ Üben
  • verschiedene Klangfarben
  • Begleitautomatik
  • Metronom, Transponieren und Stimmen
  • Aufnahmemöglichkeit
  • Verbindung mit einem Computer

Fazit

Ein E-Klavier ist eine elektronische Variante nach dem Vorbild akustischer Klaviere und Flügel. Das Ziel ist, Klang und Spielgefühl durch aufwendige Technologien möglichst authentisch nachzuempfinden.

Zusätzlich enthalten diese Instrumente Funktionen, die bei ihren klassischen Vorbildern undenkbar sind und für viele Interessenten einen enormen Mehrwert darstellen.

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