Elektrisches Klavier – was ist das?

Was ist ein elektrisches Klavier?

Wer hat heutzutage noch die Chance ein elektrisches Klavier zu erleben? Solche selbstspielenden Instrumente wurden zu Beginn des vorigen Jahrhunderts immer beliebter.

Meist elektrisch (oder pneumatisch) angetrieben spielten diese Stücke ab, die auf einer Notenrolle eingestanzt waren. Sie dienten z. B. in Gasträumen oder Cafés der Unterhaltung. Musik war damit jederzeit verfügbar, ein Pianist nicht notwendig.

Innenleben elektrisches Klavier
Hammer, Dämpfer – Innenleben eines elektrischen Klavieres

Während die Stücke zunächst doch recht monoton klangen, wurde die Technik zu mehr Abwechslung und Betonung hin weiterentwickelt.

Hier im Video ein Philips Pianella mit dem Walzer von Paul Lincke „Frühling, wie bist Du so schön“:

Hier im Video ein erweitertes Modell des Philips Pianella mit zusätzlichem Instrumentarium:

Der Siegeszug des elektronischen Klavieres

Im Gegensatz zum elektrischen Klavier basieren elektronische Klaviere (E-Pianos) nicht auf einer mechanischen Klangerzeugung.

Die Klangerzeugung dieser Instrumente ist rein elektronisch, d. h. durch Tastendruck werden Schwingungen durch elektronische Bauelemente erzeugt.

Mitte der 1970er Jahre entstanden so die die ersten elektronischen Pianos. Der aufwendige Prozess hatte einen klavierähnlichen Klang zur Zielsetzung. Viele Synthesizer versuchten nur durch Soundsynthese den Klang eines Klaviers zu immitieren.

Gerade die Pop-Musik der 1980er Jahren wurde durch solche Synthesizer geprägt.

Neue Entwicklungen

Die Entwicklung der letzten Jahre hatte zum Ziel, Klänge immer authentischer nachzubilden. Eine Revolution stellte die Sample-Technologie dar. Hier werden meist hochwertige akustische Instrumente in allen Klang-Facetten und Spielweisen Ton für Ton, Taste für Taste aufgenommen. Diese Fülle an Klangmaterial wäre vor einigen Jahren noch am Speicherbedarf gescheitert. Heute gelingt es mittels raffinierter Algorithmen die Klangfülle eines traditionellen Klaviers oder Flügels in Abhängigkeit von der jeweiligen Spielweise wesentlich detailreicher nachzubilden.

Wenn man ein E-Piano kaufen möchte, sollte man auf die Auswahl der gesampelten Klänge achten. Die Markenhersteller habe hier in der Regel großen Aufwand betrieben. So werden z. B. die verschiedenen Klänge und Spielweisen hochwertiger edler Konzertflügel aufgenommen und mit technologischer Raffinesse beim E-Piano reproduziert.

Im digitalen Zeitaltter werden elektronische Klaviere daher auch häufig als Digitalpianos bezeichnet.

Inzwischen ist das Angebot an Instrumenten groß. Viele traditionelle Hersteller bieten Instrumente für unterschiedliche Anwendungsbereiche und in verschiedenen Preisklassen an:

(s. auch Artikel: Elektronische Klaviere – die renommierten Marken)

YAMAHA

KAWAI

CASIO

KORG

ROLAND

FAZIT

Zugegeben – die Begriffe verwirren etwas. Elektrische Klaviere sind historische Zeitzeugen einer Ära, die Pianisten „arbeitslos“ gemacht gemacht hat. Grund dafür waren „selbst spielende“ Instrumente mit meist elektrischem Antrieb und mechanischer Tonerzeugung.

Elektronische Klaviere erzeugten den Klavierklang zunächst elektronisch (synthetisch).

Inzwischen speist sich der Klavierklang aus riesigen Samplebänken „echter“ Instrumente (auch sog. Digitalpianos oder E-Pianos).


Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.