Was ist ein elektronischer Flügel?

Beim ersten Anblick werden sich viele fragen: Ein elektronischer Flügel? Was soll das? Macht das überhaupt Sinn?

Elektronische Pianos und Flügel?

In den letzten Jahren hat sich durch die Digitaltechnik vor allem bei der Klangerzeugung sogenannter Digitalpianos oder E-Pianos viel getan. Wer sich heute mit dem Thema befasst wird überlegen, ob er nicht als Alternative ein E-Piano kaufen möchte.

Durch eine viel bessere Sample-Technologie und wesentlich mehr Speicherplatz ist der Klavierklang von E-Pianos immer detaillreicher geworden. Aber auch bei der Simulation des Spielgefühls sind die neuen skalierten bzw. graduierten 88-Tasten-Hammermechaniken ein Beispiel für mehr Authentizität.

Dabei geht es den Herstellern nicht immer nur um die Simulation klassischer Klaviere. Auch Flügel dienen als Vorbilder.

So gibt es eine Reihe von Modellen, die optisch auffällig an einen Flügel erinnern.

Was ist aber nun das Besondere an diese Instrumenten?

Hat ein elektronischer Flügel etwas mit seinem traditionellen Vorbild zu tun?

Was ist ein elektronischer Flügel?

Inzwischen wird für einen elektronischen Flügel der Begriff Digitalflügel immer häufiger verwendet. Auch trifft man hin und wieder auf die Bezeichnung E-Flügel.

Tonerzeugung

Beim Digitalflügel ist mit dem Begriff „digital“ die Tonerzeugung gemeint. Als klangliche Vorbilder werden hochwertige akustische Flügel herangezogen. Jeder einzelne Ton wird in allen erdenklichen Spielweisen und mit detailreichen „Nebengeräuschen“  digital aufgezeichnet und weiterverarbeitet.

Das Ziel ist, beim Drücken einer Taste den absolut authentischen und hochwertigen „Original“-Ton über Lautsprecher oder Kopfhörer zu reproduzieren. In Bruchteilen von Sekunden soll dabei die Anschlagsgeschwindigkeit analysiert und die passenden Klangdaten zur Verfügung gestellt werden.

Elektronische Flügel können durch Öffnen des Deckels den Klang besser in den Raum abgeben, der Deckel dient dabei sogar als Reflektionsfläche, die den Flügelklang zielgerichtet abstrahlt.

Klar, dass diese Klangerzeugung sich immer nur ihren akustischen Vorbildern nähern kann – bei allen aufwändigen technischen Raffinessen wie z. B. sogenannte Dämpferressonanzen, die aufwändig und detailreich simuliert werden.

Elektronische Flügel sind – wie alle E-Pianos – pflegeleicht. Sie müssen nie gestimmt werden, sind nicht durch Feuchtigkeits- oder Temperaturschwankungen gefährdet und der Verschleiß von mechanischen Bauteilen ist sehr gering.

Optik

Obwohl die elektronischen Flügelvertreter wesentlich kompakter und platzsparender sind, erinnern sie doch optisch stark an ihre Vorbilder.

So lässt sich der Deckel öffnen und hochstellen – dieser „refelektiert“ in der Regel den Klang der sich unter ihm befindenden Lautsprecher in den Raum. Für viele Käufer wird vor allem dieses „stylische“ Aussehen bei der Anschaffung eine Rolle spielen.

Tastatur

Wie bei allen E-Pianos soll sich auch bei einem elektronischen Flügel die Klaviatur möglichst authentisch spielen lassen. So gehört heute eine sogenannte gewichtete 88-Tasten-Hammermechanik zum Standard. Das heißt, dass sich die Spielbarkeit, wie das Anschlags- oder Repitierverhalten an der originalen Mechanik der akustischen Vorbilder orientiert.

Diese Hammermechanik ist meist sogar „graduiert“ oder „skaliert“ – d. h. sie lässt sich in den tiefen Lagen schwerer spielen als in den Höhen.

Weitere Funktionen

Im Vergleich zu traditionellen Flügeln haben elektronische Flügel eine Reihe von Vorteilen anzubieten – übrigens genauso wie moderne E-Pianos und Digitalpianos.

Eine der wichtigsten Funktionen ist sicher, die Laustärke regeln und Kopfhörer anschließen zu können. Damit wird beim Üben viel mehr Rücksicht auf die Nachbarn und Familienmitglieder möglich.

Außerdem besitzen viele E-Flügel oder Digitalflügel – analog zu E-Pianos – eine große Auswahl von Klängen, Begleitfunktionen und solch nützliche „Helferlein“ wie z. B. Metronom oder die Transponierfunktion.

Um die Spielbarkeit eines Flügels zu gewährleisten ist die Ausstattung mit 3 Pedalen selbstverständlich.

Fazit

Ein elektronischer Flügel (E-Flügel, Digitalflügel) erinnert vor allem optisch an sein klassisches Vorbild. Die Technologie ist weitestgehend mit der von E-Pianos vergleichbar. Die Klangerzeugung und die Tastatur sind oftmals den E-Piano-Modellen des jeweiligen Herstellers entnommen.

Klanglich haben E-Flügel gegenüber E-Pianos einen Vorteil.

Während bei E-Pianos die Lautsprecher verdeckt untergebracht werden müssen, können diese beim E-Flügel durch Öffnen des Deckels besser in den Raum abstrahlen. Der Deckel dient zudem als klangliche Reflektionsfläche.

Wer außerdem das das wertige stylische Aussehen der elektronischen Flügel mag, wird bereit sein, den höheren Preis für ein solches repräsentatives Instrument zahlen.


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